Perl, Gisella

Gisella Perl (1907-1988) war eine jüdische Gynäkologin aus der rumänischen Stadt Sighet, die seit 1940 von Ungarn besetzt war. 1944 wurde sie zusammen mit ihrer Familie in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau deportiert, wo sie ihre Eltern, ihren Sohn und weitere Angehörige verlor. Als Lagerärztin half sie Hunderten von Frauen und nahm Schwangerschaftsabbrüche vor, um sie vor den grausamen Experimenten des Lagerarztes Josef Mengele zu bewahren. Sie überlebte, emigrierte 1947 in die USA und veröffentlichte ein Jahr später als eine der ersten ein Buch über Auschwitz. Im Mount Sinai Hospital in New York arbeitete sie erfolgreich als Gynäkologin. 1979 ging sie zusammen mit ihrer Tochter nach Israel und lebte dort bis zu ihrem Tod. # [Rudorff] Dr. Andrea Rudorff studierte Neuere und Neueste Geschichte sowie Polonistik in Berlin und promovierte 2012 mit der Arbeit »Frauen in den Außenlagern des Konzentrationslagers Groß-Rosen«. Sie bearbeitete den Band 16 zum Thema Das KZ Auschwitz 1942-1945 und die Zeit der Todesmärsche 1944/45 der Quellenedition »Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933- 1945«, hg. vom Institut für Zeitgeschichte München/Berlin u. a. Seit März 2018 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut. # [Ruschkowski] Klaudia Ruschkowski, Autorin, Kuratorin, Dramaturgin und literarische Übersetzerin, lebt in Volterra, Italien, und in Berlin. Sie konzipiert Kunst- und Literaturprojekte, ist als Hörspielautorin und Herausgeberin tätig. Sie übersetzt aus dem Italienischen und Englischen, zuletzt Etel Adnan, Vincenzo Latronico, Enrico Deaglio.

Dr. Andrea Rudorff studierte Neuere und Neueste Geschichte sowie Polonistik in Berlin und promovierte 2012 mit der Arbeit »Frauen in den Außenlagern des Konzentrationslagers Groß-Rosen«. Sie bearbeitete den Band 16 zum Thema Das KZ Auschwitz 1942-1945 und die Zeit der Todesmärsche 1944/45 der Quellenedition »Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945«, herausgegeben vom Institut für Zeitgeschichte München/Berlin u. a. Seit März 2018 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fritz Bauer Institut.

Klaudia Ruschkowski, Autorin, Kuratorin, Dramaturgin und literarische Übersetzerin, lebt in Volterra (Italien) und in Berlin. Sie konzipiert Kunst- und Literaturprojekte, ist als Hörspielautorin und Herausgeberin tätig. Sie übersetzt aus dem Italienischen und Englischen, zuletzt Etel Adnan, Vincenzo Latronico, Enrico Deaglio.